Beiträge zu Hufthemen

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Folgen ungleiche Vorderhufe

[(c) Françoise Rickli] Für das Pferd ist ein Sehnenstelzfuss, aber ebenso ein steilerer Huf tendenziell unbequem. Es benutzt diesen Huf weniger als den Parallelhuf. In der Folge kann sich eine Schiefe des Pferdes ausbilden oder die Entstehung einer solchen begünstigen bzw. erhalten. Wird nun durch Kürzen der Trachten versucht, den steileren Huf dem flacheren anzupassen, deformiert sich dieser Huf noch mehr. Dem Prozess wird dadurch entsprechend Vorschub geleistet (da der Huf jetzt noch unbequemer ist, wird er noch weniger eingesetzt).
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Ursachen Hornrisse

[(c) 2017 - Françcoise Rickli] Hornrisse und -spalten haben ihre Ursache in Scherkräften, die auftreten, wenn sich die Hufe deformiert haben. Dabei handelt es sich um Ermüdungsrisse bzw. um eine Zusammenhangstrennung in Röhrchenrichtung, die dort ihren Ausgang nehmen, wo das Horn den grössten Spannungen ausgesetzt ist. Der Ursprung bzw. der Ausgang eines Hornspaltes kann im Kronrand als auch im Tragrandbereich sein.
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Folgen asymmetrische Hufe

[(c) 2017 - Françoise Rickli] Ein schiefer Huf zwingt das Pferd, immer wenn es darauf steht, diesen schief zu belasten. Das Pferd belastet den Huf schief, weil die Schiefe des Hufes, bzw. der Hornkapsel dies einerseits vorgeben und andererseits, weil die schräge Seitenwand unangenehm ist für das Pferd und es versucht, dem unangenehmen Effekt auszuweichen. Dabei kann die mehrbelastete Seite bzw. Hufhälfte innen (medial) als auch aussen (lateral) sein. Oftmals bildet sich bei schiefen Vorderhufen ein mehr oder weniger ausgeprägter Zehenabweiser aus.
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Ursachen schiefer Huf

[(c) 2017 - Françoise Rickli] Wird ein Huf während der Standbeinphase schief belastet, erfolgt ein ungleichmässiger Hornabrieb an der Innen- und an der Aussenwand. Hält diese Situation über längere Zeit an, verformt sich infolge der ungleichmässigen Belastung der gesamte Huf je länger desto mehr.
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Ursachen untergeschobene Trachten

[(c) 2017 - Françoise Rickli] Verlagert sich die Lastaufnahme bei einem Huf vermehrt in den Trachtenbereich, sind die Trachten überbelastet und schieben in der Folge unter. Die Hornröhrchen im Trachtenbereich stehen nun in einem schrägeren Winkel zum Boden, als diejenigen im Zehenwandbereich.